Wenn der Wecker um 6 Uhr morgens klingelt – dann muss Flohmarkt sein

Wenn an einem Sonntagmorgen um 6 Uhr der Wecker klingelt, man sein zerknittertes Gesicht aus den Kissen hochdrückt und die ersten Schritte zur Kaffeemaschine taumelt, dann fühlt sich der Sonntag erstmal irgendwie falsch an. Wenn man dann aber abends das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht bekommt, obwohl einem die Füße dermaßen weh tun, dann muss der Sonntag ziemlich genial gewesen sein. Der 20. September 2020 war für uns genau solch ein Sonntag – es war Flohmarkt-Zeit. Unser Ziel war es ein paar Euro für unsere Projekte einzusammeln, aber vor allem mit den Leuten ins Gespräch zu kommen. Und was sollen wir sagen?! Beides hat perfekt funktioniert. Obwohl der Tag nicht gut losging.



Als wir am Rheinufer ankamen, meldeten wir uns voller Tatendrang bei den Organisatoren. Der Transporter war randvoll mit Klamotten, Vasen, Gläsern, Schuhen, Spielen, einer Gitarre, einem Wäschekorb, einer Wanduhr und und und. Die 120 Teddy-Bären von Maria-Louise Imiolczyk waren natürlich auch an Bord. Dann die Hiobsbotschaft. „Tut uns Leid, ihr seid uns irgendwie durchgerutscht. One Veedel haben wir hier nicht auf der Liste. Ihr müsst zu Micha hinter die Bastei. Der gibt euch noch einen Platz.“ Der erste Gedanke war: Shit, das ist ja ganz am Ende. Wer läuft denn vom Dom bis hinter die Bastei.


Aber das kölsche Original Micha nahm uns schnell alle schlechten Gedanken. Mit seinen Sprüchen brachte er uns nicht nur zum Lachen, er gab uns auch noch mehr Platz. Aus drei Metern wurden schnell sechs. Und die Standgebühr wurde uns am Ende auch noch erlassen. Es ging also doch noch gut los. Wir hatten noch keinen Tisch aufgebaut, da war der erste Deal schon eingetütet. Eine alte Wanduhr aus Holz wechselte für 100 Euro den Besitzer. Die schnellsten 100 Euro, die wir gemacht haben. Und so ging es weiter. Es lief einfach wie am Schnürchen. Dank unserer Stand-Nachbarin Swetlana, die mehr Werbung für uns, als für ihren Stand machte und Dank der Teddy-Bären von Frau Imiolczyk. Bei strahlendem Sonnenschein kamen Leute teilweise zu uns an den Stand und fragten „Seid ihr die mit den Bären?“ Es hatte sich scheinbar am ganzen Rheinufer rumgesprochen, dass wir liebevolle, wahnsinnig detailverliebte Handarbeit anboten. Und so fand ein Bär nach dem anderen einen neuen Besitzer. Sascha, Lucas und der kleine Herbert haben jetzt eine neue Familie.


Am Ende des Tages war unser Stand leer. Morgens wussten wir gar nicht wohin mit dem ganzen Zeug. Aber am Ende hat es sich gelohnt. Wir möchten uns bei Allen bedanken, die uns mit Spenden oder vor Ort unterstützt haben. Und wir hatten so viele tolle Gespräche mit interessierten Leuten, dass wir weiter daran glauben auf dem richtigen Weg zu sein. Das macht auf jeden Fall Lust auf mehr. Denn dieses Grinsen, wenn man abends im Bett liegt, das wollen wir häufiger haben. DANKE!



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